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Markierverhalten bei Katzen

Markieren gehört zum normalen Verhalten einer Katze. Sie hat dabei mehrere Möglichkeiten ihren eigenen Duft zu verteilen.

Kratzmarkieren: 
Die Unterseite der Pfoten sind bei Katzen mit Duftdrüsen versehen. Beim Kratzen und Wetzen werden nicht nur sichtbare Kratzspuren angebracht sondern mittels dieser Duftdrüsen auch Pheromone verteilt.

Gesichtsmarkieren: 
Das sogenannte Köpfchenreibchen hat ebenfalls eine geruchsverteilende Aufgabe. Dabei werden mittels der Talgdrüsen, die an den Wangen der Katze sitzen, an anderen Katzen, Menschen und Objekten Pheromone verteilt. Der eigene Geruch vermittelt der Katze ein vertrautes Gefühl und gibt ihr Sicherheit.

Allomarkieren: 
Dabei reibt die Katze ihren ganzen Körper an Katzenpartnern. Es entsteht dadurch ein Gruppengeruch, der ein Gefühl von Zusammengehörigkeit bei den Tieren fördert.

Harnmarkieren: 
Sowohl Kater wie auch Katzen können mit Urin markieren. Es werden vertikale Flächen dafür ausgesucht, die im Stehen mit Urin besprüht werden. Erregungszustände, auch z.B. Rolligkeit fördern dieses Verhalten.

Es sind also sowohl sichtbare wie auch geruchliche Signale, die Katzen einsetzen können um anderen Katzen ihre Anwesenheit im Revier mitzuteilen. Markieren ist ein wesentlicher Bestandteil der Katzensprache. 

Im Zusammenleben mit dem Menschen können Kratzmarkieren und Markieren mit Urin jedoch zum argen Problem werden. Gerade das Harnmarkieren kann das harmonische Miteinander empfindlich stören. Was für die Katze eine Form der Revierabgrenzung und Kommunikation mit anderen Katzen bedeutet, kann für den Katzenhalter zur geruchlichen und hygienischen Unzumutbarkeit werden. 
Durch frühzeitige Kastration läßt sich Harnmarkieren oft unterbinden. Viele Katzen hören nach der Kastration auf zu markieren. Leider ist das nicht in jedem Fall so.

Mögliche Ursachen für Markieren mit Urin wären z.B.: 
gesundheitliche Probleme ( vom Tierarzt oder Tierheilpraktiker abklären lassen!)
unvollständige Kastration,
Ängste und Unsicherheit der Katze,
Stress mit Katzenpartnern, anderen Haustieren oder Menschen im Haushalt,
extreme Erregungszustände,
nach Umzug (ausgelöst durch fremde Gerüche und möglichen Markierungen von Vormieter-Katzen)

Letztendlich hat ein Markierverhalten immer einen individuellen Hintergrund. Wichtig dabei ist, dass Sie erkennen, dass Ihre Katze Sie damit nicht ärgern will, sondern sich entweder keiner Schuld bewußt ist, weil es zum normalen Katzenverhalten gehört oder sie aber ein gravierendes Problem hat, für das sie keine andere Ausdrucksweise findet. 

Wenn Ihre Katze ein verstärktes Markierverhalten zeigt, ist es sinnvoll sich rechtzeitig fachkundigen Rat einzuholen, damit sich Probleme nicht erst durch Gewohnheit festsetzen oder verstärken können. 

Lesen Sie hier mehr zum Verhalten von Katzen: 
Protestverhalten bei Katzen?

© Texte und Bilder Sabine Caspary 2012 - 2018
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