Ideen für Katzentoiletten

Jede Katze hat so ihre individuellen Vorlieben, was das stille Örtchen anbelangt. So haben auch Katzenhalter meist eine klare Vorstellung, was sie als zumutbar empfinden und was vielleicht optisch gerade noch so geht.

Da die Ansichten darüber weit auseinander gehen können, muss oft ein Kompromiss gefunden werden. Das Wichtigste von allem ist: Der Stubentiger muss sich damit wohlfühlen! 

Auf meiner Suche nach dem Wohlfühl-Faktor für meine Miezen einerseits und den optischen Aspekten für meine Wohnansprüche andererseits, habe ich verschiedene für uns annehmbare Lösungen gefunden.

Zwei davon möchte ich Ihnen hier vorstellen: 

Die Romantik-Version für Landhausstil- und Shabby Chic-Fans


Die Kombi-Lösung zwischen Toilettenhäuschen und Liegeplatz ist ein Selbstbau.
Man benötigt dafür aus dem Baumarkt:

- 3 Leimholz-Bretter à 80 x 60 cm (meine sind aus Fichtenholz) für Oben und die Seitenteile
- 2 Leimholz-Bretter à 80 x 30 cm als Rückwandverstärkung
- 1 Büchse cremeweiße Lackfarbe (ich verwende wasserlöslichen Acryllack, schadstoffarm)
- 4 kleine Metall-Winkel als Verstärkung für Seitenteile und oberes Brett
- eine Handvoll kleine Holzschrauben

Für den Vorhang habe ich mich für einen Rosenstoff aus Baumwolle entschieden.  
Benötigte Menge: 1 m bei einer Stoffbreite von 1,40 m

Dazu kommen noch eine Cafehausstange und zwei Duschvorhang-Ringe aus goldfarbenen Kunststoff um den Stoff seitlich zu raffen. Beides und auch den Stoff fand ich günstig bei Ebay.  

Den Vorhang habe ich zusammen mit der Cafehausstange innen am oberen Brett angebracht, da es mir sicherer erschien. Würde man die Stange außen, also direkt an den Kanten der Seitenteile anbringen, entsteht ein Abstand zwischen Gardinenstange und dem Häuschen, der mir zu unfallträchtig erschien. Zu leicht könnte eine der Katzen mit der Pfote beim Herunterspringen dazwischen hängen bleiben. Daher lieber wie auf Bild 1 die sichere Variante der Vorhang-Anbringung. 

Die Liegefläche wird bei uns trotz der Nähe zur Toilette gern benutzt. (Voraussetzung ist natürlich eine mehrfache tägliche Reinigung des Klos.) 

Und hier nochmal das Häuschen ohne Vorhang

Leider muss ich in manch anderen Katzenhaushalten immer wieder feststellen, dass die Katzentoiletten dort sehr klein, nahezu winzig sind, gemessen an der Größe der Katzen. Oft wurde das Klo angeschafft als die Miezen klein waren. Da hat es gepasst. Irgendwann ist die Katze aber vielleicht etwas größer geworden. Sie passt schon noch hinein aber das geht manchmal nur mit viel Drehen und Gewurschtel.

Hier also die Lösung, die Kunden von mir für ihren großen großen Kater gefunden haben und von der ich so angetan war, dass ich sie für meine beiden Miezen auch unbedingt haben musste:

Die Rustikal-Variante für XXL-Katzen und alle, die viel Platz brauchen 

Es handelt sich dabei lediglich um den Untersatz eines Kaninchen- bzw. Meerschweinchen-Käfigs und hat in unserem Fall die gigantischen Maße von 1 m x 0,5 m.
Unser "Klo" habe ich in einem Shop bei Ebay recht günstig erstanden (neu natürlich!). Das zusammenlegbare obere Gitter wurde auf unserem Hängeboden untergebracht. Es wird ja nicht gebraucht.

Zugegeben, es kommt im Vergleich zur Romantik-Version ein bißchen rustikal und schmucklos daher, aber es bietet wirklich viel Platz zum ausgiebigen Drehen und Scharren. Nun habe ich auch das unerhörte Glück, dass meine Katzen weder extreme Buddler noch Stehpinkler sind. Der Rand des Klos ist nur ca. 15 cm hoch. Dennoch geht nur sehr wenig Streu daneben. 
Und das Wichtigste dabei ist: meine Katzen lieben es!

Und hier noch eine wunderschöne Idee für ein sehr schickes Katzen-Badezimmer (auch für kleine spitzohrige Über-den-Rand-Pinkler geeignet), die mir sehr liebe "Katzenmenschen" gemailt haben und die ich mit freundlicher Genehmigung hier vorstellen darf: 

 Die Katzenklo-Ecke Italian style

Hier ist die Bauanleitung dazu:

"Damit die Feuchtigkeit beim Reinigen mit Wasser an den Rändern nicht auf das Parkett kommen kann, habe ich auf dem Bereich zunächst doppelt grobe Folie verlegt.
Auf die Folie habe ich dann dünne Rigips-Platten ("Designer-Platte" von Bauhaus) verlegt und verschraubt. So habe ich auf einfache Weise eine geglättete Oberfläche erhalten. Außerdem kann ich den Bereich so einfacher wieder in den Urzustand zurückbauen, falls notwendig. Auf den Rigips-Platten habe ich dann die Fliesen verlegt.
Die Fellnasen haben jeden Baufortschritt kritisch überwacht :-)" 

Vielen lieben Dank für die super Idee. Ich finde diese Lösung absolut wohnzimmertauglich und zur Nachahmung empfohlen.

© Texte und Bilder Sabine Caspary 2012 - 2018
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